Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

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Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Admin am So Nov 17 2013, 20:31

Ich beginne mal mit den Medikamenten die ich selbst nehme und laut Beipackzettel auf Gynäkomastie hinweisen. Da sind erst mal Blutdrucksenkende Medikamente, bei mir sind es:
Amlodigamma (Norvasc, Amlodipin, Racemat und verschiedene andere Generika) Hier wird auf Gynäkomastie als gelegentliche Nebenwirkung hingewiesen.
Nebivolol (Nebilet, Nomexor, Hypoloc, Nebilox, Nobiten, und verschiedene andere Generika) gelegentlich Gynäkomastie
Moxonidin (Cynt, Normohex, Physiotens und verschiedene Generika) ebenfalls gelegentlich Gynäkomastie.

Nifedipin (Adalat, Procardia, Afeditab, Nifediac)
Im Grunde kann man bei allen Betablockern davon ausgehen das sie Gynäkomastie und Testosteronmangel verursachen können.

Kaliumsparende Diuretika
"Zu den kaliumsparenden Diuretika gehören zwei verschiedene Gruppen von Wirkstoffen mit unterschiedlicher chemischer Struktur und unterschiedlichem Wirkmechanismus.
Die Wirkstoffe Amilorid (Medikamentname Midamor®) und Triamteren (Dyrenium®) hemmen die Resorption von Natrium. Bei Amilorid handelt es sich um ein Pyrazinderivat mit einer Guanidino-Gruppe. Triamteren ist ein Pteridinderivat.
Spironolacton (Aldactone®, Osyrol®) ist ein synthetisches Steroid und Prodrug. Sein aktives Stoffwechselprodukt ist Canrenon, das antagonistisch auf den Rezeptor für Aldosteron wirkt. Canrenon ist jedoch auch als Medikament, entweder in Reinform oder auch als sein Salz Kaliumcanrenoat (Aldactone pro Injectione®) erhältlich. Eplerenon (Inspra®) ist ein Spironolacton-Analogon mit erhöhter Selektivität für den Aldosteronrezeptor."
Quelle Wikipedia
Diese Medikamente können alle Gynäkomastie hervorrufen.

Wird Fortgesetzt.

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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Admin am Mo Nov 18 2013, 19:54

Kommen wir nun zu den Prostatamedikamenten, zur Behandlung gutartiger Prostatavergrösserungen werden sogenannte 5-Alpha-Reduktase-Hemmer eingesetzt, diese blockieren die Umwandlung von Testosteron in die biologisch aktive Form im Körper. Eine mögliche Nebenwirkungen der Medikamente sind eben Gynäkomastie. Hier sind vor allem Finasterid (Androfin, Finascar, Finastad, Propecia, Proscar, Prosmin und viele Generika
Finasterid wird auch gegen Hormonell bedingten Haarausfall eingesetzt, dabei allerdings in etwa fünffach geringeren Dosierung als bei der Prostatavergrösserung.

Dutasterid- ähnliche Anwendung wie Finasterid, aber stärkere Nebenwirkungen.

Magenmittel hierbei handelt es sich zumeist um Medikamente zur Senkung der Magensäureproduktion.

Cimetidin (Cimetag, H 2 Blocker, Neutromed, Ulcostad und Generika)

Ranitidin (Junizac, Pylorisin, Ranic, Ranicux, Ranimed, Raniprotect, Ranitic, Sostril, Ulcidin, Ulsal, Zantac, Zantic, zahlreiche Generika)

Omeprazol (Antra MUPS, Ecomep, Gastracid, Gastrobene, Gastroplex, Losec, Medoprazol, Novec, Omec, Omeprax, Omezol, Oprazol, Ulcozol, Ulnor, und weitere Generika)

Pantoprazol (Azidex, Azidosan, Gastroloc, Gastrozol, Panprabene, Pantip, Pantoloc, Pantozol, Prazopan, Rifun, Zurcal, zahlreiche Generika)

Wird Fortgesetzt

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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Admin am Do Nov 21 2013, 18:30

Weiter mit den Medikamenten die Gynäkomastie auslösen können, Herzmittel wie
Verapamil- (Falicard, Flamon, Isoptin, Veragamma, Vera-Lich, Veramex, Veranorm, Verapabene, Verasal, Veroptinstada, diverse Generika)

Digoxin- (Digacin, Lanicor, Lenoxin, sowie Generika)

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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Anja am So Dez 01 2013, 18:44

Weitere Gynäkomastie aiuslosende Medikamente sind Neuroleptika, wie
besonders Phenothiazine, Risperidon, Amisulprid, Sulpirid, Thioridazin aber auch andere)
Antiandrogene wie sie beispielsweise bei der Behandlung von Prostatakarzinomen eingesetzt werden, wie Cyproteron
Androbas, Androcur, Andro-Diane, MaskuPel, Virilit, Generika,
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Hubby am So Dez 29 2013, 00:44

eigentlich dachte mein Arzt das die Gynäkomastie bei mir durch Spironolacton ausgelöst wurde.
Deshalb haben wir das Mittel abgesetzt, aber die Brust wächst weiter.
Jetzt lese ich hier das Pantoprazol Gynäkomastie auch begünstigen soll.
Das erklärt natürlich einiges.
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Admin am So Dez 29 2013, 11:26

hallo Hubby,
gerade in letzter Zeit gibt es immer mehr Berichte über Pantoprazol und Gynäkomastie, besonders bei Medikamention mit mehr als 40 mg. Es kann also durchaus sein das deine gynäkomastie dadurch ausgelöst wurde.
LG Anja-Andrea

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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Hubby am Do Jun 05 2014, 21:29

vor fünf Wochen hatte ich eine Thrombose und muß deshalb wieder mehr Tabletten nehmen. Jetzt hat mein Busen wieder angefangen zu wachsen.
Ich führe das auf Pantoprazol zurück, was mein Hausarzt verneinte.
Aber es muß das Pantoprazol sein, denn das Spironolakton nehme ich schon lange nicht mehr.
Im Prinzip ist es mir aber egal, denn ob ich jetzt ein bisschen mehr oder weniger Busen habe ist mir eigentlich egal.
Ich glaube durch die Spironolakton-Abstinenz geht das Feminine in mir etwas zurück.
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Anja am So Jun 08 2014, 00:23

Hallo Hubby,
Ich nehme ja selber Pantoprazol und habe mir den Beipackzettel durchgelesen, bei mir ist definitiv Gynäkomastie als Nebenwirkung angegeben. In welcher Dosierung nimmst du das Pantoprazol? Bei Dosierungen ab 40mg ist die Wahrscheinlichkeit erheblich höher. Ich hab ja über ein Jahr 80mg genommen. Naja, bei mir ist das ja nicht schlimm wenn die Brust noch wächst, ganz im Gegenteil :-)

LG Anja
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Hubby am So Jun 08 2014, 13:08

Hallo Anja,

ich nehme 40 mg, werde ab jetzt nur noch 20mg nehmen.
Ich hab die Dosierung meiner Medikamente nach Absprache meines Arztes herabgesetzt, dann werden 20 mg Pantoprazol reichen.
Ich war gestern Nordikwalking und habe dabei festgestellt das der BH nötiger denn je ist.

LG Hubby
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Anja am So Jun 08 2014, 14:09

Hallo Hubby, 
bei 40mg ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch das daher dein Brustwachstum kommt. Vielleicht solltest du einmal einen Hormonstatus bei dir machen lassen.
 Und beim Sport ist ein ordentlicher BH ein Muß, oder wenigstens ein Sportbustier, so wie ich es beim Laufen immer trage.
Schöne Pfingsten :-) von Anja
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HORMONSTATUS

Beitrag von Andro-Stern am So Nov 27 2016, 14:46

Anja schrieb:Vielleicht solltest du einmal einen Hormonstatus bei dir machen lassen.

In Sachen Hormonstatus wird in der praktischen Medizin viel zu wenig Aktion entwickelt. Denn längst wissen auch die Pharmazeuten, dass allein das Schlucken von Medikamenten nach dem Muster "Versuch & Irrtum" nicht wirklich zielführend ist. (Wer sich für die Thematik interessiert, der schaue mal nach wie alein das simple Aspirin bei Frau und Mann absolut anders wirkt)

Jeder Mensch hat einen sehr individuellen Hormonstatur, der zu dem übers Jahr absolut und durchaus chaotisch aussieht...
Die daraus errechneten "Durchschnittswerte" für die Gesamtbevölkerung können am aktuellen Tag im Vergleich zu Dir nur ein Marker sein, der weitere Denkansätze erforderlich macht oder "abwarten" besagt. Streng genommen sollte man darum von jedem Menschen alle fünf Jahre (willkürliche Zahl) einen Status erheben, auch um spätere Fehlschlüsse vermeiden zu helfen.

Der Hormonstatus eines männlichen Menschen schlägt zum Zeitpunkt der Pubertät mehrmals Purzelbaum und schon da wird eines sichtbar. Der eine hat weniger und der andere mehr Testosteron in seinem Blut zirkulieren, bleibt der Spiegel nach Abschluss der Pubertät auf einem eher niedrigen Level, passiert bei diesen Menschen zunächst einmal eher gar nichts. Aber ab dem 30ten Lebensjahr baut der der männliche Körper bei allen langsam aber stetig weniger und weniger TEstosteron auf. Bei denen mit einem hohen Startpunkt wird das erst sehr spät zu körperlichen Veränderungen führen, wenn sie diese überhaupt wahrnehmen. Liegt der Spiegel eh schon niedrig... - Schön - Du kannst mitdenken! -- und gibst nun noch kleine Beigaben (Medikamente, Phytostoffe mit hormonellen Grundstrukturen, usw.) dazu, dann setzt du die Barriere zur weiblichen Spur (in allen Menschen) immer tiefer. - Deswegen bekamen die "berühmten" Bierbrauer in Bayern ja in der alten technikarmen Zeit, in der der Hopfen noch direkt aus den Liefersäcken in den Bottich staubte nicht alle einen hübschen "Busen" sondern nur ein kleiner Teil, aber dennoch fiel die Regelmäßigkeit in dieser Berufsgruppe damals besonders auf! - Nicht das Getränk wart der Auslöser, sondern ein Bereich der Verarbeitung.
c.p.
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Busipanda am Fr Dez 30 2016, 13:22

Mal nach längerer Zeit von mir wieder hier und da etwas Senf.

Das Thema Wirkung von Medikamenten ist ja prinzipiell nichts neues. Grundsätzlich werden ja Arzneimittel immer für bestimmte Anwendungsfälle entwickelt. Da man beim Suchen nach den wirksamen chemischen Verbindungen in den letzten Jahren ja nicht unbedingt gigantische Sprünge gemacht hat, wird immer an den "Nebenwirkungen" rumgestrickt. Ist halt nicht mehr so, wie zu Zeiten von Robert Koch.

Neben den Erprobungsstudien, deren Nebenwirkungen dann in der Regel den Beipackzettel auffüllen, gibt es natürlich auch Langzeitstudien, die aus der Verabreichung in Großserie und diversen Rückmeldungen (ggf. verbunden mit rechtlichen Auseinandersetzungen) resultieren. Wenn dann mal ein Mittel vom Markt verschwindet und ein neues Präparat auftaucht, dann meistens, weil an den "Nebenwirkungen" gefeilt wurde, das eigentliche Wirkpräparat bleibt also gleich. Kein Wunder, wenn da der Hausarzt, der eigentlich eher so eine Art Platzanweiser der Medizin darstellt, nicht mehr durchblickt. Das Blöde ist bloß, dass mit allen chemischen Verbindungen, die im Körper mit irgendwas reagieren, auch unser Hormonhaushalt reagiert. Eigentlich kann kein ehrlicher Wissenschaftler die wirklichen Zusammenhänge erklären, selbst bei vielen Hormonverbindungen im Körper tappt die Humanmedizin noch im Halbdunkel, wofür die eigentlich gut sind. Deshalb bringt ein Hormonspiegel auch nichts, wenn eigentlich keine wirkliche Erkrankung vorliegt.

Das von medizinischer und pharmazeutischer Seite regelmäßig "Beobachtungen" oder "Normabweichungen" zur Krankheit erklärt werden, ist wohl eher Profitinteresse und Hilflosigkeit. Insofern ist für mich Gynäkomastie auch genauso wenig eine Krankheit, wie Bluthochdruck, sondern allenfalls eine Beobachtung. Also Jungs, wenn ihr keine wirklichen Beschwerden habt, dann Finger weg von irgendwelchen Tests, die meistens nur psychisch belasten und ein Krankheitsgefühl erzeugen. Der Erklärungsversuch der Hausärztin mit dem Umzug ist für mich gewissermaßen zumindest eine sympathische Annahme, die nicht gleich mit irgendwelchen Verordnungen und unnötigen Tests verbunden ist. Ich habe seit meiner Jugend (Männer )-Titten, das war einfach in meinem Hormonpaket mit dabei. Da die einfach da waren und ich nicht darüber nachgegrübelt habe, ob die mit irgendwelchem Jucken und Zucken verbunden waren, sind bei mir auch nie solche Beobachtungen aufgefallen und das Brennen der Brustwarzen nach dem Halbmarathon war einfach nur ein Brennen der Brustwarzen (natürlich wegen der wackelnden Brust). Dass das als Gynäkomastie mal eine eigene Krankheitsbezeichnung bekommt, um es zu teuer entfernen oder zu behandeln?, ist mir deshalb nie in den Sinn gekommen.

Bevor jetzt wieder alle aufschreien, ich rede jetzt nicht von irgendwelchen krankheitsbedingten Ursachen, bei denen Männerbrüste ein Nebeneffekt sind, ich rede einfach nur von Männerbrüsten ohne Krankheit.

In diesem Sinne, Kopf hoch, bei uns hat ein ordentlicher BH wenigstens eine Funktion. lol!
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von BiBoy81 am Di Mai 02 2017, 14:45

Also nehme wegen den Haaren nur bald seit 5 Monaten Finasterid ca1 mg pro Tag Haare sieht besser aus aber brustwachstum gleich null oder mir so noch nicht aufgefallen
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Gudrun2 am Do Sep 14 2017, 23:18

Ein relativ alter Beitrag aus dem Arznei-Telegramm von 7/1994 (a-t 1994; Nr. 7 : 65):
Busen statt Magengeschwür

Eine britische Studie untersuchte die Gynäkomastie-Inzidenz unter Therapie mit Cimetidin (TAGAMET u. a.), Ranitidin (SOSTRIL u. a.), Omeprazol (ANTRA u. a.) und Misoprostol (CYTOTEC). Zwischen 1989 und 1992 wurden 81.535 männliche Patienten erfaßt, die eines der vier Medikamente erhielten. Bei 153 von ihnen trat im Beobachtungszeitraum eine idiopathische Gynäkomastie auf. Unter Cimetidin war das Gynäkomastie-Risiko gegenüber Kontrollen 7-fach erhöht, bei einer Tagesdosis über 1000 mg sogar 40fach! Bei fast 1% der Cimetidin-Patienten dieser Gruppe vergrößerten sich die Brustdrüsen. Unter Misoprostol, Omeprazol und Ranitidin war das Risiko dagegen kaum erhöht. Cimetidin hat damit ein stark dosisabhängiges und ähnlich hohes Gynäkomastie-Risiko wie Spironolakton (ALDACTONE u. a.) oder Verapamil (ISOPTIN u. a.).
Als Ursache wird die Verminderung der 2-Hydroxylierung von Östradiol durch Cimetidin und damit Östradiolanstieg im Serum diskutiert. Ranitidin und Omeprazol sollen diesen Effekt nicht haben (RODRIGUEZ, L., H. JICK: Brit. Med. J. 308 [1994], 503-506).
... Nizatidin (GASTRAX, NIZAX) wäre im Preisvergleich (a-t 4 [1994], 38) und bei oben beschriebenem Risiko von Cimetidin der Vorzug zu geben.

Dr. med. G. KUNZE (prakt. Arzt)
D-78628 Rottweil

Aus Wikipedia:
Der Begriff Idiopathie (von altgriechisch ἴδιος ídios, deutsch ‚eigen‘ sowie πάθος páthos, deutsch ‚Leiden‘)[1] wird in Verbindung mit Krankheiten benutzt, die ohne eine fassbare Ursache entstehen.
Der Begriff idiopathisch wird in der Medizin ähnlich wie der dort synonyme Begriff essentiell benutzt, um in der Benennung der Krankheit einen Hinweis darauf zu geben, dass die Erforschung der Ursache der Erkrankung bislang erfolglos war.
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Re: Medikamente die eine Gynäkomastie hervorrufen können

Beitrag von Gudrun2 am Do Sep 14 2017, 23:40

Hier aber auch etwas neueres, aus Österreich 2012 (weil medizinischer Fachartikel unklare Begriffe im Netz erfragen):

Diagnostik und Therapie der Gynäkomastie (http://www.kup.at/journals/inhalt/1436.html)
Kurzfassung: Gynäkomastie ist ein häufiges Phänomen, das meistens harmlos ist (z. B. bei der persistierenden Pubertätsgynäkomastie), aber auch Symptom einer schwerwiegenden Erkrankung sein kann (z. B. Hoden- oder Nebennierenrindenkarzinome). Eine sorgfältige Anamnese und klinische Untersuchung ermöglichen die wichtige Differenzierung zwischen echter Gynäkomastie und Pseudogynäkomastie. Im letzteren Fall sind nach Aufklärung des Patienten über die Gutartigkeit des Befundes keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Bei echter Gynäkomastie sollten die möglichen Differenzialdiagnosen in strukturierter Weise abgearbeitet bzw. eine Überweisung zum Spezialisten erwogen werden.
Ätiologisch kann man die endokrinen Störungen im engeren Sinne (z. B. Hypogonadismus bei Klinefelter-Syndrom) von primär nicht-endokrinen Erkrankungen abgrenzen, die indirekt zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen (z. B. Leberzirrhose). Wichtig ist eine vollständige Medikamentenanamnese, da zahlreiche Arzneimittel zu Gynäkomastie führen können.
Für eine konservative Behandlung eignen sich nur Patienten in der floriden proliferativen Phase der Erkrankung; ansonsten kommen operative Verfahren zum Einsatz.
Weitere Details über den o.g. Link
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